1. Akt
Das Wunderkind
Wir sehen wie Mozart´s Witwe Constance dem Arzt und Naturforscher Anton Mesmer in dunkler Nacht über einen Wiener Friedhof zum Grab des Musikgenies führt. Am Grab angekommen erinnert sich Mesmer an seine erste Begegnung mit dem Wunderkind Amadé. Die Rückblende auf ein reiches, aber zerissenes Leben beginnt...
Im Wien des Jahres 1769 findet im Mesmer´schen Barockgarten eine musikalische Darbietung des Salzburger Kapellmeisters Leopold Mozart und dessen Sohn Wolfgang statt.
Neben den Damen und Herren der Wiener High Society ist auch Amadés ältere Schwester anwesend, die sich sorgenvoll über den Gesundheitszustand ihres Bruders Gedanken macht. Auch die Baronin von Waldstätten hält es nicht für sinnvoll, dass der Vater sein Kind überfordert.
Szenenwechsel. Neun Jahre später erleben wir wie aus Mozart ein junger Mann, Wolfgang Amadeus, geworden ist. Ständig verfolgt von seinem Genie, dem Porzellankind Amadé, welches nur für Wolfgang und das Publikum sichtbar ist, ist Mozart Angestellter am Hof des Salzburger Fürsterzbischofs Colloredo.
Bevormundungen seines tyrannisch liebenden Vaters leidet und wie ihn die Frage qält warum ihn der Vater nicht so lieben kann wie er ist. Leopold Mozart wiederum hat es sich zum Lebensinhalt gemacht seinen allzu gutgläubigen Sohn vor einer schlechten Welt zu beschützen. Als sich Wolfgang mit dem Fürsterzbischof überwirft verlässt er, begleitet von seiner Mutter, Salzburg um woanders eine neue Anstellung zu finden.
Sein Weg führt ihn so auch nach Mannheim, wo er an die lebenslustige aber auch verschwenderische Familie Weber gerät. Der Vater, von Salzburg aus ein wachsames Auge auf seinen Sohn habend, befiehlt sofort die Abreise aus Mannheim nach Paris. Dort zeigt allerdings niemand Interesse an den Konzerten Mozart´s und das ehemalige Wunderkind verarmt zusehends.
Als die Mutter unerwartet stirbt flieht Mozart Heim nach Salzburg wo er alsbald wieder unter die Kontrolle des Fürsten und seines Vaters gerät. Der Fürsterzbischof nimmt Mozart mit nach Wien um dort mit ihm zu brillieren. Doch in der Großstadt entgleitet der Lebemann Mozart seinem Gönner und lässt sich mit fahrendem Volk ein. Auf dem Wiener Prater trifft er unerwartet wieder auf die Weber´s und verliebt sich Hals über Kopf in Constance.
2. Akt
Die Zauberflöte
Zum endgültigen Bruch zwischen Mozart und Colloredo kommt es als sich dieser weigert Mozart wie versprochen dem Kaiser vorzustellen. Mit einem Fußtritt wirft Colloredo Mozart aus seinen fürstlichen Gemächern. Immer mehr erleben wir, wie das Porzellankind Amadé die Kraft und die Kreativität zum komponieren aus Wolfgangs Blut zieht. Dieser hat für sich entschieden in Wien zu bleiben und die neu gewonnene Freiheit von Fürst und Vater zu geniessen. Er fühlt sich zusehends umhergetrieben von seinem Genie und führt ein Lotterleben.
Es kommt zum Bruch mit dem Vater als dieser erkennen muss, dass er keinen Einfluss mehr auf seinen Sohn hat und mit ansieht wie dieser sein Leben vergeudet. Bald darauf verstirbt Leopold Mozart und im Stephansdom nimmt Wolfgang ein letztes Mal Abschied von seinem Vater. Hier begegnet ihm ein geheimnisvoller Fremder, der ihm den lukrativen Auftrag für ein Requiem erteilt. Immer mehr weicht das Leben aus Wolfgangs Körper, ständig unbarmherzig verfolgt vom Musikgenie Amadé, welches das letzte bisschen Kraft von ihm abverlangt.
Noch ein letzter, sensationeller Triumph gelingt Mozart: die Uraufführung der Zauberflöte, geschrieben von Emanuel Schickaneder, dem Direktor des Volkstheaters. Lange kann er seinen Ruhm jedoch nicht geniessen. Über der Arbeit am Requiem erkrankt Wolfgang schwer. Das Porzellankind Amadé gibt ihm mit der Stimmgabel den Todesstoß.
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