1. Akt
Die ausschweifende Königin
Cagliostro, der Magier und ewige Meister der Illusion erinnert sich zurück an das Frankreich des Jahres 1779: in den Straßen von Paris leiden die Menschen Hunger und Armut. Eine junge Frau verkauft Veilchen - ihr Name - Margrid Arnaud. Sie hat die gleichen Initialen M.A. wie die junge Marie Antoinette, Frankreichs verschwenderische Königin.
Auf dem Ball des Herzogs von Orléans begegnen sich die beiden ungleichen Charaktere.
Margrid wendet sich direkt an die Königin und fleht um Hilfe für die hungernden Armen von Paris. Die Königin, angeheitert und viel zu beschäftigt mit dem jungen schwedischen Edelmann Axel Fersen, tut Margrids Bitte mit einem Lachen ab.
Cagliostros Magie führt Margrid zu Madame Lapin, die in Paris ein Freudenhaus betreibt. Hier findet die junge Frau Verpflegung und guten Rat. Fortan arbeitet Margrid für Madame Lapin. Während dessen sind Antoinette und Fersen gezwungen sich heimlich zu treffen und ihre Liebe für einander geheim zu halten. Cagliostro führt Margrid zum Herzog von Orléans der die Königin ebenso hasst wie sie.
Dr. Guillotin stellt dem Königspaar seine neueste Erfindung vor: eine moderne Exekutionsmaschine. Der König und Marie Antoinette, die nicht um ihr Schicksal wissen, sind vom Anblick der scharfen Klinge fasziniert. Der König macht einen Verbesserungsvorschlag.
Fünf Jahre später. Margrid wird Zeugin wie ihre Gönnerin Madame Lapin öffentlich ausgepeitscht wird. Margrid wendet sich an die Pariser Bürger und ermutigt Sie für Freiheit und Gleichheit zu kämpfen. Axel Fersen nimmt Abschied von Marie Antoinette. Er rät ihr den Bedürfnissen des einfachen Volkes mehr Interesse zu schenken. Während dessen plant der Herzog von Orléans den Sturz des Königs. Er tut alles um Louis XVI. und seine Gattin in Misskredit zu bringen. Gemeinsam mit Kardinal de Rohan, Madame La Motte und Juwelier Boehmer schmiedet er das Komplott um die Halsband-Affäre.
2. Akt
Revolution!
Als der Kardinal im Prozess um die Halsband-Affäre freigesprochen wird, entlädt sich der Hass des Volkes auf die Königin. Margrid rät den Bürgern von Paris, dass es an der Zeit sei die Königin los zu werden.
Das Jahr 1789. Weil Adel und Klerus jeden Schritt Richtung mehr Gerechtigkeit für die Bürger blockiert haben, hat die Menge in Paris die Bastille gestürmt. Die Französische Revolution hat begonnen. Margrid wird eine ihrer Führerinnen.
Marie Antoinette schreibt einen Brief an ihren Geliebten Axel Fersen als eine wütende Menge, angeführt vom Herzog von Orléans in den Palast eindringt. Die königliche Familie wird nach Paris gebracht und im Tuileries-Palast unter Hausarrest gestellt. Margrid wird zur Königin geschickt um zu spionieren und über das Leben der königlichen Familie zu berichten.
Fersen, aus Amerika zurück gekehrt bereitet die Flucht der Königsfamilie nach Österreich vor. In der Nacht des 20. Juni 1791 schleicht die königliche Familie aus dem Palast und verlässt Paris in einer Kutsche. Doch ihre Flucht wird entdeckt und endet in Varennes. Sie werden nach Paris zurückgebracht und sind nun Gefangene des französischen Volkes. Die Königin bittet Margrid einen geheimen Brief an Axel Fersen zu überbringen. Derweil erklärt Robespierre, dass Frankreich nicht länger eine Monarchie ist. Von nun ab sind der König und die Königin nur noch Bürger.
Es gelingt Margid Fersen zu treffen und ihm den Brief von Marie Antoinette zu übergeben. Es stellt sich heraus, dass es sich um ein offizielles Ansuchen an fremde Heere handelt, den König zu retten. Fersen ist schockiert. Er weiß, dass der Brief Hochverrat bedeutet und er ist in den Händen einer Frau, die eine Feindin der Königin ist. 1792 wird Ludwig XVI. exekutiert. Margrid entdeckt, dass sie Mitgefühl für die inhaftierte und verwittwete Marie Antoinette empfindet und arrangiert ein geheimes Treffen zwischen Antoinette und Fersen. Nach diesem Besuch wird Marie Antoinettes kleiner Sohn, Louis Charles, seiner Mutter gewaltsam weggenommen. Margrid ist empört.
Am 15. Oktober 1793 beginnt der Prozess wegen Verrats am französischen Volke gegen Marie Antoinette. Unter den Zeugen ist auch Margrid. Sie leugnet je einen entsprechenden Brief für Marie Antoinette übermittelt zu haben. Es scheint als würde die ehemalige Königin frei gesprochen. Doch ein Journalist, Hébert, bringt eine böse und abscheuliche Anklage vor. Margrid ist schockiert. Marie Antoinette antwortet mit einem Appell an alle Frauen im Gerichtssaal. Viele sind tief bewegt, doch die Mehrheit des Pöbels will Marie Antoinettes Tod.
Auf der Place de la Révolution in Paris, wartet eine blutdürstige Menge auf die Exekution der ehemaligen Königin von Frankreich. Margrid und Agnès sind unter den Schaulustigen als Marie Antoinette vom schäbigen Karren steigt. Sie stolpert und fällt. Margrid kniet nieder und reicht Marie Antoinette die Hand, um ihr aufzuhelfen. Sie sehen einander an, und Marie Antoinette nennt Margrid „Schwester“. Nach dem Tod Marie Antoinettes beginnt das Volk zu singen. Der Pöbel glaubt, dass Blut für die Freiheit fließen müsse, doch Margrid widerspricht allen. Sie glaubt, dass sich die Welt nur zum Besseren wende, wenn wir lernen zu lieben und zu vergeben. |